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Update Christchurch re-build

Ich bin zur Zeit etwas faul mit Artikelschreiben, ich gebe es zu. Es gibt nicht viel Neues im Moment zu berichten, und es gibt im Leben der meisten Blogs Zeiten, in denen es etwas ruhiger zugeht.

Am Ende des Jahres kommt so etwas besinnliche Stimmung auf, Zeit zum Zurückblicken und Vorausschauen. Bei uns waren sicher die Erdbeben und die Folgen davon das bestimmende Element, und so möchte ich Euch nochmal ein kleines Update dazu geben, wie es aussieht hier in Christchurch.

Gestern war ich im Kino (The Palms, hat im November wieder aufgemacht) und habe einen Dokumentarfilm über die Erdbeben hier in Christchurch gesehen. “When a City Falls”  (Movie Trailer hier klicken) .Ich muss sagen, es hat doch wieder ein paar Dinge hochgebracht und ein paar mal liefen auch Tränen, aber ich glaube, es war gut für mich, ihn gesehen zu haben. Jeder hier in Christchurch geht mit den “inneren Nachbeben”, wie ich es mal nennen will, anders um. Ich für meinen Teil musste immer gut informiert sein, habe viel gelesen und Bilder gesehen. Der Film bringt es ganz gut zusammen, und könnte so etwas wie den Abschluss der Trauerzeit um all die verlorenen Dinge bilden. Zeit nach vorne zu blicken und den Wiederaufbau anzupacken.

Passend dazu war ich heute in der Innenstadt, wo Ballantynes (Christchurch’s Warenhausikone) pünktlich zur Weihnachtszeit wieder seine Pforten öffnen konnte. Gleich nebenan fängt eine Container-Shoppingmall an, die ein paar der Geschäfte, die verloren gegangen waren, wieder in die Innenstadt zurückbringt. Ich finde, sie haben es wirklich gut hinbekommen, hier ein paar Bilder (und ein Video) dazu: http://www.stuff.co.nz/business/rebuilding-christchurch/5876511/Ravaged-retail-centre-reborn

Und noch eine Karte, für die Leute, die wissen möchten, wo es was zu finden gibt: http://www.rebuildchristchurch.co.nz/blog/2011/11/cera-re-start-shopping-precinct-map. Es lohnt einen Besuch!

Wer schon einmal da ist, der kann die Gelegenheit gleich wahrnehmen (Achtung, bitte die Sicherheitsbestimmungen und Hinweise beachten, die Umgebung wird als potentiell unsicher betrachtet, und der Zutritt geschieht auf eigene Gefahr) und die zerstörte Kathedrale auf dem Cathedral Square betrachten. Der Fußgängerweg dorthin wird nur noch kurze Zeit offen sein, dann wird er geschlossen wegen Abrissmaßnahmen in der Umgebung (BNZ Gebäude, Ecke Hereford und Columbo). Ob der Cathedral Square dann von einer anderen Seite aus zugänglich sein wird, keine Ahnung. Hier ein Video von dem Walkway zur Cathedral Square: http://www.youtube.com/watch?v=3z4zq6YkD4c

 

Was hat sich noch getan? Unser Trinkwasser ist wieder chlorfrei! Seit letzter Woche ist der Zusatz ganz weg, das Wasser kann wieder in seiner ursprünglichen, super Qualität direkt aus dem Hahn getrunken werden. Wieder einen Schritt weiter. Wir hatten in den letzten Monaten einen Wasserfilter benutzt, der das Chlorzeugs rausgefiltert hat. Das Teil kann jetzt auch wieder eingemottet werden.

Die Häuser in Christchurch wurden in weitere Kategorien eingeteilt, die grüne Zone hat drei technische Kategorien bekommen: T1, T2 und T3. Diese Zonen sind wichtig, wenn es um die Reparatur und Wiederaufbau von Häusern geht, die Schäden am Fundament haben. Gebäude in der Zone T3 z.B. brauchen eine geotechnologischen Bericht über den Zustand des Grundstücks, bevor mit der Reparatur angefangen werden kann. Leider ist unser Grundstück auch in dieser schlechtesten der grünen Kategorien, bin mal gespannt, was der Bericht für unser Grundstück dann hergibt. Unser Haus ist ja nicht mehr waagerecht, weil ein paar der Piles, auf denen das Haus steht, abgesackt sind. Die müssen nun wieder aufgestockt werden (re-piling nennt sich das hier), aber es kann sein, dass durch die neuen Vorschriften sich das Ganze etwas aufwändiger gestaltet. Wir werden es abwarten müssen. Hier ist noch eine Karte zu finden, wo die verschiedenen technischen Kategorien eingezeichnet sind. Wer in Christchurch Immobilien kaufen möchte, sollte diese Karte kennen: http://cera.govt.nz/maps/technical-categories.

Hier noch ein paar Gedankensplitter, die mir noch zum Thema Wiederaufbau einfallen:

Es gibt ein interessantes Projekt “Gap-Filler”. Dort werden Ideen gesammelt und umgesetzt, die sich mit dem zeitweisen Füllen der entstehenden Baulücken befaßt. So gibt es z.B. Eine Boule-Bahn, einen Bücher-Kühlschrank und Konzerte, die dort stattfinden. Hier die Webseite dazu: http://www.gapfiller.org.nz/

Der abgesperrte Bereich der Innenstadt wird zwar weiter verkleinert, wird aber noch länger bleiben. Hier die aktuelle Karte dazu: http://cera.govt.nz/cbd-red-zone/red-zone-cordon-map

 

Ansonsten gibt es viele Webseiten, die sich mit dem Wiederaufbau von Christchurch befassen, stellvertretend will ich mal diese hier (Rebuild Christchurch) nennen, eine der offiziellen Quellen zu dem Thema.

 

So, das soll es erst einmal gewesen sein mit dem kleinen Update.

Und was machen die Nachbeben? Werden weniger, ich merke nur noch selten welche. Übersicht dazu gibt es hier:  http://www.canterburyquakelive.co.nz/ Aktuelle Zählung seit September 2010: 7683 Beben im Bereich Christchurch/Canterbury. Eine unglaubliche Zahl, glücklicherweise merkt man nicht alle davon!

 

 

 


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