Einer meiner Lieblingsorte auf der Südinsel ist der Strand nahe einem kleinen Ort “Moeraki” (siehe Karte unten). Dort gibt es aussergewöhliche Felsen zu sehen, die wie riesige Steinmurmeln aussehen. Ein Fest für Fotografen, und das hat wohl auch die beiden Fotografen Sarah und Todd Sisson inspiriert, einen kleinen Fotoguide für diesen Ort zu veröffentlichen. Das nebenstehende Foto stammt daraus (vielen Dank nochmal für die freundliche Genehmigung, das Bild hier einbinden zu dürfen!).
Der Ort ist irgendwie magisch und zieht Busladungen voller Touristen an. Wenn man Bilder machen möchte, auf denen nicht zig Touristen zu sehen sind, dann empfiehlt es sich, auf eigene Faust dort vorbeizufahren und zu warten, bis man zwischen zwei Busladungen etwas Zeit für Bilder hat. Und es sollte nicht gerade Flut sein, sonst sieht man von den Kugeln nicht so viel (hier ist ein Gezeitenrechner: Moeraki Ebbe und Flut).
Da die Boulder an der Ostküste liegen, ist dort ein Sonnenaufgang sehr schön im Bild, dafür müßte man dann eben am Tag vorher anreisen und morgens bei Sonnenaufgang alles bereit haben für die Fotos. Hat dann auch den Vorteil, dass wenige Touristen da sein werden.
Entstehungsgeschichte der Felsen
Die Felsen sind sogenannte sphärische Konkretionen mit einem Durchmesser bis zu 2,5 Metern. Sie werden bei Flut vom Wasser umspült und zerfallen dadurch (ganz langsam).
Der Ursprung liegt 65 Millionen Jahre zurück, es haben sich dann über einen Zeitraum von etwa 4 Millionen Jahren durch Kristallisierung von Kalzium und Karbonaten um geladene Partikel in schlammigen Unterwassersedimenten diese Steinkugeln geformt. Das Meer spült sie jetzt langsam aus den Klippen und legt sie frei, bis sie dann irgendwann ganz zerfallen sein werden. Soweit der wissenschaftliche Teil.
Die Maoris haben eine etwas andere Entstehungsgeschichte zu erzählen. Eine ihrer Legenden berichtet wie die Vorfahren nach Neuseeland kamen. Ein Teil der ankommenden Maoris war auf der Suche nach Greenstone (Jade) verunglückt, das Schiff versteinerte (Riff in der Mündung des Shag Rivers) und die an Land gespülten Nahrungskörbe (food baskets – te kahinaki) versteinerten in Form der Moeraki Boulders.
Wie auch immer, es lohnt sich bestimmt, hier einmal Halt zu machen. Für die Touristen ist (wie fast immer) gut gesorgt, es gibt ein Ausflugslokal dort, man kann sich da dann auch den Strand und die Steine von oben ansehen.
Viel Spaß dabei!
Lage:
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Die Moeraki Boulders eignen sich auch super für lustige Fotos und Videos: http://www.ganzrechtsunten.de/wp-content/gallery/nugget-duedin-otargo-bubbles-cook/pict0030.jpg
WOW So ein fasziniertes Foto! Wunderschön geworden und die Küste ist märchenhaft schön. Muss die unbedingt besuchen, danke schön!
LG, Nina